La liberté sinon rien

GUATEMALA. Dans un article précédent, je vous avais parlé de la communauté indigène de Corozal Arriba, située dans une zone frontalière avec le Honduras, engagée dans la lutte pour la récupération de ses terres et victime de violence et de criminalisation. Je vous avais également parlé d’innocents placés en détention provisoire pour un crime qu’ils n’ont pas commis et dans l’attente du procès depuis une année. Et bien, le jour du procès a fini par arriver. Les accusés ont fait leur déclaration, les premiers témoins ont été entendus et le calendrier des prochaines audiences a été publié. On pourrait penser à priori qu’il s’agit de la dernière ligne droite, mais en réalité, c’est plutôt un marathon qui s’annonce pour les détenus, leurs familles et la communauté de Corozal Arriba. Continue reading

Accompagner

Pour ce premier article, que j’aurais du écrire déjà depuis un moment, j’ai vais essayer d’expliquer un peu le travail que nous réalisons ici au Honduras.
L’accompagnement est relativement simple à comprendre. Il s’agit d’assurer une présence physique et internationale auprès des personnes dont les droits humains sont violés ou menacés. Mais une fois que cela est dit, il faut le mettre en pratique. Premièrement, afin de ne pas imposer notre présence, nous avons pour chaque personne, association ou communauté que nous pensions accompagner, organiser une rencontre de présentation. Afin de leur éviter une surcharge de leur emploi du temps, nous nous sommes arrangé, dans la mesure du possible, de coordonner nos visites avec d’autres associations. Cela a été une période riche en apprentissages. Ils nous ont raconté leurs histoires et nous avons pu commencer à les connaître. Continue reading

Sexuelle Gewalt gegen Frauen im Friedensvertrag in Kolumbien

KOLUMBIEN. Vor kurzen führte PAS einen Workshop für Frauen durch. Dieser ging zwei Tage und der Fokus lag hauptsächlich auf den Rechten der Frauen und darauf, welche neuen Rechte ihnen durch den Friedensvertrag und die daraus folgende neue Gesetzgebung zukommen. Zu Beginn stellte Monica (Name geändert), die den Workshop leitete, in einer soziometrischen Aufstellung mehrere Fragen, und die Frauen positionierten sich je nach Antwort an eine andere Stelle im Raum. Zum Beispiel: Wer von euch hat Kinder? Wer die Frage mit Ja beantworten kann, stellt sich bitte auf die rechte Seite, wer sie mit Nein beantworten kann, bitte auf die linke Seite. Nachdem die harmloseren Kennenlern-Fragen abgearbeitet waren, näherten wir uns der eigentlichen Materie. Welche der Anwesenden würde sich als Opfer des Konflikts bezeichnen? Wer wurde durch den Konflikt vertrieben? Und so ging es immer weiter. Irgendwann stellte Monica eine Frage, welche ich mich nicht getraut hätte, zu stellen: Wer von euch war schon einmal Opfer sexueller Gewalt?

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Reconnaître la vérité aide à guérir les blessures du passé

GUATEMALA. La violence sexuelle en temps de conflit représente une tragédie pour l’humanité. Afin que les personnes concernées puissent se débarrasser de la honte provoquée par les abus, la Journée internationale pour l’élimination de la violence en temps de conflit place la prévention et l’attention aux personnes concernées en priorité[1]. En effet, à travers le monde, un grand nombre de femmes ont été ou sont victimes de violences sexuelles en situations de conflit armé. Pour comprendre les enjeux de ces violences envers les femmes, retour sur la situation de ces femmes durant le conflit armé interne du Guatemala[2].

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Die Anerkennung der Wahrheit hilft, die Verletzungen der Vergangenheit zu heilen

GUATEMALA. Die sexuelle Gewalt in Konflikten ist eine Tragödie für die Menschheit. Damit die Betroffenen sich von der Scham, die der Missbrauch in ihnen hervorgerufen hat, befreien können, stellt der Internationale Tag zur Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten[1] nebst der Prävention die Achtung der Betroffenen ins Zentrum. Denn weltweit gesehen waren oder sind eine grosse Anzahl Frauen Opfer von sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten. Das Beispiel der Situation solcher Frauen während des bewaffneten internen Konflikts in Guatemala verdeutlicht das Problem (vgl. den Blog-Post zum historischen Urteil im Fall Sepur Zarco).

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La violence policière au Guatemala

Text auf Deutsch / texto en español

GUATEMALA. La police, sans compter l’armée, est la principale force étatique à qui est octroyée le monopole de l’utilisation de la violence. Le concept de violence est relativement large et comprend aussi bien la force physique que la surveillance, la répression et le maintien d’une sorte d’organisation sociale. Un tel concept se manifeste de différentes manières selon les circonstances et les acteurs impliqués. Cependant, cet usage de la violence trouve ses racines dans la structure même de l’Etat et de la société : c’est pourquoi il est nécessaire de l’analyser comme faisant partie d’un système qui la produit et en a besoin. Continue reading

8. März – internationaler Tag der Frauen in Guatemala

GUATEMALA

Wenn die Legende sich in der Realität bestätigt

Der 8. März hat in Guatemala dieses Jahr eine besondere und wuterregende Bedeutung: Heute vor genau einem Jahr wurden in einem sogenannten “Sicheren Heim” 56 Mädchen und junge Frauen eingesperrt und verbrannt. 41 kamen dabei um ihr Leben (s. Blog-Eintrag “Trauer, Wut und Empörung”) . Dies am 8. März, weil sie am Vortag versucht hatten, vor den Gräueltaten, der sexuellen Gewalt, dem Menschenhandel und den Misshandlungen, die sie im Heim tagtäglich durchleben mussten, zu fliehen. Sie wählten dieses Datum aus, um auf ihre missliche Lage aufmerksam zu machen, die sie bereits vermehrt gemeldet und angeklagt hatten, jedoch ohne gehört zu werden und ohne, dass ihnen Glauben geschenkt worden wäre.

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Kolumbien: Staat verrät Opfer des Konflikts – illegale Vertreibungen gehen weiter

Kurzfassung und deutsche Übersetzung des Artikels von Florence Oberholzer. Hier geht’s zur ausführlichen Version in Englisch, mit Bildern und Bibliographie.

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Das bittere Gefühl von Ohnmacht angesichts sozialer Ungerechtigkeit, besonders wenn sie vom Staat verantwortet wird, kann überwältigend sein.

Am Mittwoch, 13. Dezember fand ein regelrechter Coup statt in den beiden Dörfern von El Guayabo und Bella Unión im Departement Santander, durchgeführt von der lokalen Regierung und der Polizei: eine Zwangsräumung der Parzellen von neun Familien – mindestens 40 Personen sind davon unmittelbar betroffen, da ihre Lebensgrundlage und ihr Einkommen aus diesen Parzellen stammen. Drei weitere Parzellen und etwa 20 Personen mehr sind durch die Weiterführung der Zwangsräumung bedroht. Eine humanitäre Krise ist zu erwarten.

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Frieden von unten: 30 Jahre ATCC

Ein ganz besonderes Highlight unseres kurzen Einsatzes in Kolumbien fand letztes Wochenende in La India statt, in der Provinz Santander: Die ATCC (Vereinigung der Arbeiter und Bauern der Cararegegend) feierte ihren 30. Jahrestag mit einem dreitägigen vielseitigen Programm. Aus allen ‚unseren’ Comunidades waren die wichtigsten Vertreter eingeladen, und wir wurden gebeten diese zu begleiten. Nun mag ein Jubiläum eines Bauernvereins nicht sehr aufregend klingen, aber die ATCC ist ein aussergewöhnliches Beispiel zivilen Widerstandes mit einer aussergewöhnlichen Geschichte. Auch war sie die erste Organisation, die Peace Watch Switzerland begleitete, als die NGO vor 9 Jahren mit der Arbeit in Kolumbien begann. Entsprechend freudig wurden wir begrüsst.

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