Sexuelle Gewalt gegen Frauen im Friedensvertrag in Kolumbien

KOLUMBIEN. Vor kurzen führte PAS einen Workshop für Frauen durch. Dieser ging zwei Tage und der Fokus lag hauptsächlich auf den Rechten der Frauen und darauf, welche neuen Rechte ihnen durch den Friedensvertrag und die daraus folgende neue Gesetzgebung zukommen. Zu Beginn stellte Monica (Name geändert), die den Workshop leitete, in einer soziometrischen Aufstellung mehrere Fragen, und die Frauen positionierten sich je nach Antwort an eine andere Stelle im Raum. Zum Beispiel: Wer von euch hat Kinder? Wer die Frage mit Ja beantworten kann, stellt sich bitte auf die rechte Seite, wer sie mit Nein beantworten kann, bitte auf die linke Seite. Nachdem die harmloseren Kennenlern-Fragen abgearbeitet waren, näherten wir uns der eigentlichen Materie. Welche der Anwesenden würde sich als Opfer des Konflikts bezeichnen? Wer wurde durch den Konflikt vertrieben? Und so ging es immer weiter. Irgendwann stellte Monica eine Frage, welche ich mich nicht getraut hätte, zu stellen: Wer von euch war schon einmal Opfer sexueller Gewalt?

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Reconnaître la vérité aide à guérir les blessures du passé

GUATEMALA. La violence sexuelle en temps de conflit représente une tragédie pour l’humanité. Afin que les personnes concernées puissent se débarrasser de la honte provoquée par les abus, la Journée internationale pour l’élimination de la violence en temps de conflit place la prévention et l’attention aux personnes concernées en priorité[1]. En effet, à travers le monde, un grand nombre de femmes ont été ou sont victimes de violences sexuelles en situations de conflit armé. Pour comprendre les enjeux de ces violences envers les femmes, retour sur la situation de ces femmes durant le conflit armé interne du Guatemala[2].

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Die Anerkennung der Wahrheit hilft, die Verletzungen der Vergangenheit zu heilen

GUATEMALA. Die sexuelle Gewalt in Konflikten ist eine Tragödie für die Menschheit. Damit die Betroffenen sich von der Scham, die der Missbrauch in ihnen hervorgerufen hat, befreien können, stellt der Internationale Tag zur Beseitigung sexueller Gewalt in Konflikten[1] nebst der Prävention die Achtung der Betroffenen ins Zentrum. Denn weltweit gesehen waren oder sind eine grosse Anzahl Frauen Opfer von sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten. Das Beispiel der Situation solcher Frauen während des bewaffneten internen Konflikts in Guatemala verdeutlicht das Problem (vgl. den Blog-Post zum historischen Urteil im Fall Sepur Zarco).

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Internationale Woche der Frauen – Menschenrechtsverteidigerinnen im Blickpunkt

GUATEMALA

Aus dem Leben von Maya Ch’orti’ – Leaderinnen

Im Rahmen der internationalen Woche der Frauen haben wir zwei Menschenrechtsverteidigerinnen der Maya Ch’orti’-Region interviewt. Die befragten Frauen sind Elfa Marina Escalante Vásquez, indigene Bürgermeisterin der Ch‘orti‘-Gemeinschaft, und Yesenia Eunice Martínez, Ch‘orti‘-Aktivistin und zurzeit Repräsentantin der Ch‘orti‘-Gemeinschaft Corozal Arriba, deren indigener Bürgermeister José Méndez Torres und Schatzmeister Melvin Álvarez García und fünf weitere Gemeinschaftsbewohner kriminalisiert wurden und in Untersuchungshaft auf ihren Gerichtsprozess warten müssen, der am 25. Mai 2018, mehr als ein Jahr nach den ersten Festnahmen, stattfindet.

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Settimana internazionale della donna: la voce alle attiviste indigene Maya Ch’orti

GUATEMALA. Nell’ambito della settimana internazionale delle donne, abbiamo intervistato due attiviste per la difesa dei diritti umani dell’area Maya Ch’Orti. Le donne intervistate sono Elfa Marina Escalante Vásquez, autorità indigena di Campanario Oratorio, e Yesenia Eunice Matínez, autorità indigena della comunità di Corozal Arriba. Quest’ultima sostituisce attualmente il sindaco di Corozal Arriba José Mendez Torrez, che insieme al tesoriere Melvin Alvarez García ed altri cinque compagni della comunità si trovano attualmente in carcere preventiva, vittime della criminalizzazione, in attesa del processo che si terrà il prossimo 25 maggio 2018.

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8. März – internationaler Tag der Frauen in Guatemala

GUATEMALA

Wenn die Legende sich in der Realität bestätigt

Der 8. März hat in Guatemala dieses Jahr eine besondere und wuterregende Bedeutung: Heute vor genau einem Jahr wurden in einem sogenannten “Sicheren Heim” 56 Mädchen und junge Frauen eingesperrt und verbrannt. 41 kamen dabei um ihr Leben (s. Blog-Eintrag “Trauer, Wut und Empörung”) . Dies am 8. März, weil sie am Vortag versucht hatten, vor den Gräueltaten, der sexuellen Gewalt, dem Menschenhandel und den Misshandlungen, die sie im Heim tagtäglich durchleben mussten, zu fliehen. Sie wählten dieses Datum aus, um auf ihre missliche Lage aufmerksam zu machen, die sie bereits vermehrt gemeldet und angeklagt hatten, jedoch ohne gehört zu werden und ohne, dass ihnen Glauben geschenkt worden wäre.

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La formation comme moyen de protection. Comment PAS transmet aux jeunes des communautés des instruments et des stratégies d’autoprotection.

Entretien avec Zenaide Rodrigues, coordinatrice de Pensamiento y Acción Social (PAS) et responsable du programme de Peace Watch Switzerland (PWS) en Colombie sur la participation des jeunes des communautés du Magdalena Medio à la défense et à la protection du territoire.

Volontaires de PWS, Guillaume Bégert et Aïcha Bouslama : En quelques mots, peux-tu nous expliquer quel type de travail fait PAS en Colombie?

Zenaide Rodrigues : Pensamiento y Acción Social est une organisation colombienne qui accompagne et soutient des communautés et des organisations de défense des droits humains. Elle travaille avec des campesinos et campesinas, des populations autochtones et d’ascendance africaine, des femmes et des jeunes.

Le travail de PAS repose sur trois axes thématiques : la construction de la paix, la défense du territoire et des droits humains, la protection et la sécurité. Grâce à ses activités dans ces différents domaines, PAS cherche à renforcer les capacités des communautés et des organisations de droits humains. L’objectif est de leur transmettre des stratégies pour augmenter l’incidence politique, créer des réseaux et des alliances, élaborer des analyses de risques et mettre en place des moyens d’autoprotection.

En outre, PAS fait un travail de recherches en menant des investigations en matière de protection, d’entreprises et de droits humains. Continue reading

La formación como medio de protección. Cómo PAS transmite a los jóvenes de las comunidades instrumentos y estrategias de autoprotección.

Entrevista con Zenaide Rodrigues, coordinadora de Pensamiento y Acción social (PAS) y  responsable del Programa Peace Watch Switzerland en Colombia sobre la participación de los jóvenes de las comunidades del Magdalena Medio a la defensa y la protección del territorio.  

¿En algunas palabras, podrías explicar qué tipo de trabajo asume PAS en Colombia?

Pensamiento y Acción Social es una organización colombiana que desarrolla acompañamiento y asesoría a comunidades y organizaciones defensoras de derechos humanos; campesinos, indígenas, afro descendientes, de mujeres y procesos juveniles.

Por medio de sus tres lineas estratégicas (construcción de paz ; territorio y derechos humanos, protección y seguridad) busca fortalecer las capacidades de las comunidades y organizaciones de derechos humanos para la incidencia política, la creación de redes y alianzas, el análisis de riesgo y la gestión de seguridad.

Adicionalmente PAS realiza la gestión de conocimientos por medio de investigaciones en materia de protección, empresas y derechos humanos. Continue reading

Der «Día Internacional de la Madre Tierra» in El Estor

22. April – Internationaler Tag der Mutter Erde, nicht Tag der ‘Umwelt’ oder Tag der ‘Schöpfung’

So wurde es am 22. April 2009 von den Vereinten Nationen mit der Resolution A/RES/63/278 festgelegt.[1] Es gibt viele internationale Tage, aber ohne Gesicht bleiben sie Pflicht oder leere Hülse. So erging es mir bisher mit dem 22. April. Er war ein gewöhnlicher Tag, wenn er nicht auf Ostern fiel. Das hat sich geändert, seit ich als Menschenrechtsbeobachterin für ACOGUATE tätig bin. Der Tag trägt nun das Gesicht von Angélica Choc, einer aussergewöhnlichen Frau, welche seit der Tötung ihres Gatten Adolfo Ich Chamán am 27. September 2009 nicht nur Witwe, sondern zur unentwegten Menschenrechtsverteidigerin wurde. Mit der Namensgebung «Dia de la Madre Tierra» haben die Vereinten Nationen damals bewusst ein Zeichen zur Anerkennung der indigenen Völker gesetzt. Zwei Acos durften den wichtigen Gedenktag kürzlich vor Ort beim Haus von Angélica Choc in El Estor am Lago de Izabal miterleben. Wie kam es dazu?

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