El Triunfo, un père face aux pouvoirs

(Deutsch unten)

HONDURAS. Le père Florentino est le curé de la municipalité de El Triunfo. Cette petite ville de 15’000 habitant-e-s est le chef-lieu de la municipalité de 63’000 habitant-e-s qui porte le même nom. Dans son travail, il est accompagné du père Eulogio et d’une petite dizaine de jeunes séminaristes se destinant à la prêtrise. Étant les référents religieux de toutes les communautés de la zone, ils se déplacent chaque jour sur de petites routes de terres qui ressemblent parfois à de simples chemins traversant montagnes et forêts afin d’accomplir leurs tâches. Lors des quelques services durant lesquels nous avons pu accompagner le père Florentino, nous avons pu nous rendre compte de l’affluence importante qu’il arrivait à faire venir à ces messes ainsi que de la relation simple et ouverte qu’il entretient avec ses ouailles. De plus, depuis huit ans qu’il est en charge de la paroisse, il a fait construire de nombreux lieux de culte dans la plupart des communautés et des quartiers de la municipalité sans compter la rénovation de l’église principale de la ville.

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Le prix de l’argent

GUATEMALA. En observant ma montre ce matin, je me demande : “Quelle est l’histoire de cette montre et des matériaux qui la constituent ?” L’argent, ce matériau brillant et raffiné au premier abord, n’est peut-être pas si classe qu’il en a l’air. Je repense à mon expérience en tant qu’observatrice des droits humains ici au Guatemala. Entre indignation et frustration mon cœur balance. Et cela me décide à vous raconter l’histoire de la mine d’argent El Escobal, méga-projet canadien implanté sur le territoire de la commune de San Rafael Las Flores et représentant la troisième plus grande exploitation d’argent au monde. Après plusieurs années de combat pacifique, la résistance au projet minier retient son souffle. D’ici quelques jours, la Cour Constitutionnelle devrait rendre sa décision par rapport à la reprise des activités de la mine. La tension se fait sentir dans la capitale où la résistance organisée en occupation permanente depuis plusieurs mois a été rejointe la semaine dernière par une occupation permanente d’employés de la mine. Retour sur les événements clés afin de comprendre les enjeux de cette décision pour la population autochtone. Continue reading

Kriminalisierung des Ch‘orti‘-Volkes

GUATEMALA. Statt mit ihren Familien verbringen José, Melvin und Ignacio ihre Festtage im Untersuchungsgefängnis Los Jocotes in Zacapa. Am 19. Mai 2017 wurden José Mendez Torres, indigener Bürgermeister von Corozal Arriba sowie der Schatzmeister derselben Gemeinschaft, Melvin Álvarez García, verhaftet. Am 9. Juni nahm die Polizei (PNC) in der Gemeinde La Union, Departement Zacapa, Ignacio Sacarías Vasquez und bis Dezember 2017 vier weitere Dorfbewohner fest.

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Neuer Schub für den Widerstand in San Pablo

In Guatemala werden Grossprojekte mit allen Mitteln durchgesetzt. Staat und Justiz stehen oft auf der Seite des Stärkeren.

Am 21. März 2017, am Vortag des internationalen Tags der Erde, besuchten wir im Zentrum von San Pablo, im Departement San Marcos an der Grenze zu Mexiko, eine Feier zur Freilassung von sechs politischen Gefangenen. Grund für ihre Kriminalisierung war eine für Guatemala typische Konfliktsituation zwischen Wasserkraftwerksbetreibern und der lokalen Bevölkerung. Einer dieser Akteure ist die Betreibergesellschaft HidroSalá, die ein Wasserkraftwerk in der Finca Argentina und umliegenden Ländereien plant.

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Der «Día Internacional de la Madre Tierra» in El Estor

22. April – Internationaler Tag der Mutter Erde, nicht Tag der ‘Umwelt’ oder Tag der ‘Schöpfung’

So wurde es am 22. April 2009 von den Vereinten Nationen mit der Resolution A/RES/63/278 festgelegt.[1] Es gibt viele internationale Tage, aber ohne Gesicht bleiben sie Pflicht oder leere Hülse. So erging es mir bisher mit dem 22. April. Er war ein gewöhnlicher Tag, wenn er nicht auf Ostern fiel. Das hat sich geändert, seit ich als Menschenrechtsbeobachterin für ACOGUATE tätig bin. Der Tag trägt nun das Gesicht von Angélica Choc, einer aussergewöhnlichen Frau, welche seit der Tötung ihres Gatten Adolfo Ich Chamán am 27. September 2009 nicht nur Witwe, sondern zur unentwegten Menschenrechtsverteidigerin wurde. Mit der Namensgebung «Dia de la Madre Tierra» haben die Vereinten Nationen damals bewusst ein Zeichen zur Anerkennung der indigenen Völker gesetzt. Zwei Acos durften den wichtigen Gedenktag kürzlich vor Ort beim Haus von Angélica Choc in El Estor am Lago de Izabal miterleben. Wie kam es dazu?

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Der Fluch des schwarzen Goldes

Seit Anfang dieses Jahres begleitet Peace Watch Switzerland wieder die Gemeinde El Hatillo im Nordosten Kolumbiens. Die Gemeinde sitzt regelrecht auf Kohle und rundherum wird diese in verschiedenen Minen abgebaut. Die Dorfgemeinschaft ist den Folgen des Kohletagebaus schutzlos ausgesetzt. Ende März besuchten wir El Hatillo zum ersten Mal. Dort haben wir eine Woche lang die Líderes der Gemeinde bei ihrem Kampf für eine rasche und faire Umsiedlung begleitet.

Ein Berg, der keiner ist

Schon von Weitem sehen wir die riesigen Abraumhalden der Mine. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Berge und dominieren die sonst flache Landschaft. Sie sind durch das Aufschütten vom Aushub aus dem Tagebau entstanden. Unser Tuk-tuk rattert in Schlangenlinien über die unebene Landstrasse, die von der Kleinstadt La Loma zum Dorf El Hatillo führt. Die Strasse ist auf beiden Seiten mit Stacheldraht eingezäunt, auf der einen Seite liegt die Mine, auf der anderen die trockene Steppe, beide sind im Besitz des Bergbauunternehmens. Der Boden ist von einer weiss-grauen Staubschicht bedeckt, Staub vom Kohletagebau der benachbarten Mine. Das Dorf El Hatillo liegt in mitten des Kohleabbaugebietes. Seine unmittelbaren Nachbarn sind niemand Geringeres als drei Kohleminen der internationalen Rohstoffgiganten Drummond, Glencore Xstrata mit ihrer Tochterfirma Prodeco und CNR (Colombian Natural Ressources), welche dem US amerikanischen Finanzinstitut Goldman Sachs gehört.

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No a la Mineria ! Klare Ansage aus San Carlos Alzatate

Ende November hat das Municipio San Carlos Alzatate eine Volksbefragung durch eine ‚Consulta de Vecinos’ durchgeführt. Die Gemeinde nimmt damit Stellung zur weiteren Vergabe von Schürfrechten. Ein Bericht über die Dynamik von regionalem Zusammenhalt, fehlendem Kaffee, Schlaglöchern und dem Wunsch einer Region nach Selbstbestimmung über Grund und Boden.

Wir treffen die Mitglieder der lokalen Bürgergesellschaft früh morgens auf einem verschlafenen Parkplatz am Stadtrand von Mataquescuintla. Peace Watch Switzerland / ACOGUATE begleitet die Consulta mit internationalen Beobachtenden und die Gemeinschaft hat sich über die Vermittlung eines Bekannten angeboten, uns in den etwas entlegenen Austragungsort der Consulta mitzunehmen. Die Gesellschaft hat aktiv in der Abstimmungsvorbereitung mitgearbeitet und hofft auf ein klares ‚No’ gegen neue Minenlizenzen. Jeder hat hier seine eigene Geschichte und Gründe, das gemeinsame Ziel über Selbstbestimmung des Bodens bleibt. Einige Mitglieder reisen aus abgelegenen Weilern zum Treffpunkt an, wir warten deshalb mit dem Erwachen des Tages ab, wie sich der Innenhof unseres Besammlungsorts langsam aber konstant mit interessierten Vecinos (‘AnwohnerInnen’) füllt. Ich möchte Kaffee. Gibt es erfahrungsgemäss selten in einem verhältnismässigen Umkreis. Auch ein paar Monate nach meiner Ankunft in Guatemala ist mir immer noch unklar, wie ein Land, das an jeder Ecke Kaffeeplantagen anbaut, beinahe gar kein Interesse am Konsum zeigt. Für mich immer wieder eine Herausforderung. Merklich geschwächt vom Koffeinmangel verteilen wir uns auf die bereitstehenden Pick-ups. Die aus Kies und Lehm gestampften Wege in die Gemeinden sind schwierig. Enge Kurven, ausgespülte Schlaglöcher und steile Abhänge verlangen Routenkenntnisse. Unser Fahrer, die Gelassenheit in Person, bringt uns unter der Begleitung von fröhlich-lautem Marimba-Sound zum ersten Wahllokal im Hauptort San Carlos. Continue reading