Justice pour El Guayabo?

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COLOMBIE. Lorsque nous arrivons à Puerto Wilches le 6 février à 9 heures du matin, la chaleur nous frappe sans merci. Nous nous dirigeons vers le quartier général de la police, où l’audience sur l’expulsion prévue de la population de Guayabo doit bientôt commencer. Rodrigo revendique le territoire d’El Guayabo et a déjà tenté, avec le soutien de la police et des paramilitaires, d’expulser la population de Guayabo (voir entrée de blog du 7 juin 2018). Nous sommes accompagnés par la coordinatrice du PAS, Maritza, et Gabriel, l’avocat de la communauté d’El Guayabo. Continue reading

Vivre à l’ombre d’un barrage

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COLOMBIE. Depuis 2016, Pensamiento y Acción Social (PAS) et Peace Watch Switzerland (PWS) accompagnent les représentantes du mouvement social de défense des rivières Sogamoso et Chucurí, qui fait partie de l’organisation nationale Ríos Vivos. Les femmes accompagnées viennent de différentes communautés paysannes et de pêcheurs sur les rives de ces deux rivières, mais elles ont aussi un autre point commun : elles sont affectées par le barrage Hidrosogamoso.

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“La Esperanza” y “Utopia”: das Vermächtnis von Berta Cáceres

HONDURAS. La Esperanza, ein schöner Name für eine kleine Stadt auf 1800 m Höhe in den grünen Bergen im Norden Honduras. Esperanza/Hoffnung auf Gerechtigkeit, auf Einhaltung der fundamentalen Menschenrechte, auf ein funktionierendes Rechtssystem, auf Respektierung der Rechte der indigenen Bevölkerung in ihrem Kampf um Wasser, Wald und Boden. Wünsche, die in Honduras in weiter Ferne liegen und nur im harten Kampf gegen Korruption, Vetternwirtschaft, Manipulation der Gesetze zugunsten der wirtschaftlichen Interessen der Machthaber und der Kriminalisierung der engagierten Bevölkerung erreicht werden können. La Esperanza, der Geburtsort von Berta Cáceres, der Mitbegründerin und Vorsitzenden der COPINH, der Basisorganisation, die sich für eben diese Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzt. Berta Cáceres, weltbekannte, unermüdliche und äusserst beliebte Kämpferin, die vor drei Jahren erschossen wurde, weil sie den Interessen der Regierung und ihren Wirtschaftspartnern im Wege stand. Continue reading

Schutt und Asche unter Palmen

KOLUMBIEN. Auf unserer Fahrt nach Las Pavas passieren wir mit Palmen gesäumte Wege, die karibisches Flair wie im Ferienkatalog vermitteln. Doch hinter den Palmen verbergen sich kein weisser Sandstrand und Sonnenschirmchendrinks, sondern die skrupellose Palmölfirma “San Isidro”. Sie ist dafür verantwortlich, dass der grösste Teil der einst hier ansässigen Campesin@s ihr Land und ihre Häuser verlassen mussten. Von den ehemals über 100 Familien, die in Las Pavas gelebt haben, sind inzwischen wieder 10 Familien zurückgekehrt, wie uns einer der Bauern berichtet. Die übrigen Campesin@s sind ins benachbarte Buenos Aires geflohen.

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Die Allianz PWS – PAS (Pensamiento y Acción Social) feiert das 10-Jahre-Jubiläum

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KOLUMBIEN. Vor genau zehn Jahren, im März 2009, machte Peace Watch Switzerland (PWS), zusammen mit PAS, sein Begleitprojekt in Kolumbien offiziell. Ein Freiwilligenteam startete mit den Begleitungen von Gemeinschaften, die sich für ihr Territorium und die Menschenrechte einsetzten. Seither taten es ihnen Dutzende von Freiwilligen gleich und begleiteten Hunderte von Personen.

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Pressefreiheit

HONDURAS. Verpflegt werden wir. Auch wenn dazu keine formelle Verpflichtung oder Abmachung besteht. Wir essen dann halt, wenn sie das Gefühl haben, es sei jetzt an der Zeit, und nicht unbedingt wenn wir Hunger haben. Überhaupt sind wir sehr genügsam, duldsam, flexibel, anpassungsfähig und verständnisvoll.

Wir hätten Jairo um 11 Uhr an der Busstation in Choluteca abholen sollen, um ihn auf seiner Fahrt nach Tegucigalpa zu begleiten. Er meldet per Telefon, er sei verspätet. Gegen Mittag trifft er mit einem Freund ein. Zuerst geht es in die grosse Shopping Mall zur Bank und zum Telecomanbieter. Dann muss das Auto eines anderen Freundes in der Garage abgeholt werden. Danach fahren wir zu seinem Domizil, wo klar wird, dass ihn seine Frau und die achtjährige Tochter begleiten werden. Nun werden zwei Fahrzeuge bepackt, es wird ein- und umgeladen. Koffer, Taschen, Schachteln, riesige Plastikkörbe vollgestopft mit Wäsche. Das wird definitiv mehr als ein Wochenendausflug. Es folgen emotionale Verabschiedungen von Familie und Nachbarn. Der Reifendruck muss noch kontrolliert und Diesel nachgefüllt werden. Gegen zwei Uhr rollen wir aus der Stadt.

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L’alliance Pensamiento y Acción Social (PAS) – PWS fête ses 10 ans

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COLOMBIE. En mars 2009, il y a exactement 10 ans, le programme Peace Watch Switzerland (PWS) s’inscrivait en Colombie avec le soutien de PAS. Une équipe de volontaires PWS lançait le projet en Colombie avec mission d’accompagner les communautés de défenseur/euse-s des droits de l’homme, au cœur de leurs luttes. Depuis, des dizaines de volontaires ont suivi ces pas et des centaines de personnes ont bénéficié de leur accompagnement.

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Las mujeres Saharauis entre resistencia y empoderamiento

8. MÄRZ / 8 MARS / 8 DE MARZO: Zum internationalen Frauentag vom 8. März sprachen die beiden ehemaligen Guatemala-Einsatzleistenden Tullio Togni und Laura Kleiner mit Jadiyetu El Mohtar, Mitglied der nationalen Union sahrauischer Frauen über ihren Kampf für Autnomie, Frauenrechte und Empowerment. Aus diesem aktuellen Anlass veröffentlichen wir hier ausnahmsweise einen Text, der nicht aus einem unserer Einsatzländer in Lateinamerika stammt. Der Text ist auf Spanisch.

A l’occasion de la Journée internationale (des droits) des femmes, le 8 mars, Tullio Togni et Laura Kleiner, deux ancien-ne-s volontaires de PWS au Guatemala, ont parlé à Jadiyetu El Mohtar, membre de l’Union Nationale des Femmes Sahraouies, en abordant leur lutte pour l’autonomie, les droits des femmes et leur empowerment. Pour marquer cette journée, nous publions ici exceptionnellement un texte qui ne parle pas d’un de nos projets en Amérique latine. Le texte est toutefois en espagnol.

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Menschenrechte in der Krise

GUATEMALA. Seit dem 10. Oktober letzten Jahres bin ich nun Teil des Begleitprojekts ACOGUATE in Guatemala. Nicht nur für mich hat es sich um eine viel bewegte Zeit gehandelt. Guatemala befindet sich in einer politischen Krise. Im Jahr 2015 wurde der damalige Präsident Otto Pérez Molina durch den Druck der Strasse aus dem Amt gedrängt und Minuten nach seinem Rücktritt festgenommen. Der Grund: Korruption. Natürlich war das Problem damit nicht aus der Welt geschaffen. Vielmehr hat es mit dem aktuellen Amtsträger eine tragisch-komische Note bekommen.

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Gerechtigkeit für El Guayabo?

KOLUMBIEN. Als wir am 6. Februar um 9 Uhr morgens mit dem Boot in Puerto Wilches eintreffen, prallt uns die Hitze bereits erbarmungslos entgegen. Wir befinden uns auf dem Weg aufs Polizeipräsidium, wo die Anhörung zur geplanten Vertreibung der Bevölkerung Guayabos in Kürze beginnen soll. Rodrigo erhebt Anspruch auf das Land von El Guayabo und hat mit Unterstützung der Polizei und des Paramilitärs bereits versucht, die Bevölkerung Guayabos von dort zu vertreiben (s. Blogeintrag vom 7. Juni 2018). Begleitet  werden wir von PAS-Koordinatorin Maritza sowie Gabriel, dem Anwalt der Gemeinschaft von El Guayabo.

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