Pressefreiheit

Verpflegt werden wir. Auch wenn dazu keine formelle Verpflichtung oder Abmachung besteht. Wir essen dann halt, wenn sie das Gefühl haben, es sei jetzt an der Zeit, und nicht unbedingt wenn wir Hunger haben. Überhaupt sind wir sehr genügsam, duldsam, flexibel, anpassungsfähig und verständnisvoll.

Wir hätten Jairo um 11 Uhr an der Busstation in Choluteca abholen sollen, um ihn auf seiner Fahrt nach Tegucigalpa zu begleiten. Er meldet per Telefon, er sei verspätet. Gegen Mittag trifft er mit einem Freund ein. Zuerst geht es in die grosse Shopping Mall zur Bank und zum Telecomanbieter. Dann muss das Auto eines anderen Freundes in der Garage abgeholt werden. Danach fahren wir zu seinem Domizil, wo klar wird, dass ihn seine Frau und die achtjährige Tochter begleiten werden. Nun werden zwei Fahrzeuge bepackt, es wird ein- und umgeladen. Koffer, Taschen, Schachteln, riesige Plastikkörbe vollgestopft mit Wäsche. Das wird definitiv mehr als ein Wochenendausflug. Es folgen emotionale Verabschiedungen von Familie und Nachbarn. Der Reifendruck muss noch kontrolliert und Diesel nachgefüllt werden. Gegen zwei Uhr rollen wir aus der Stadt.

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L’alliance Pensamiento y Acción Social (PAS) – PWS fête ses 10 ans

En mars 2009, il y a exactement 10 ans, le programme Peace Watch Switzerland (PWS) s’inscrivait en Colombie avec le soutien de PAS. Une équipe de volontaires PWS lançait le projet en Colombie avec mission d’accompagner les communautés de défenseur/euse-s des droits de l’homme, au cœur de leurs luttes. Depuis, des dizaines de volontaires ont suivi ces pas et des centaines de personnes ont bénéficié de leur accompagnement.

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Menschenrechte in der Krise

Seit dem 10. Oktober letzten Jahres bin ich nun Teil des Begleitprojekts ACOGUATE in Guatemala. Nicht nur für mich hat es sich um eine viel bewegte Zeit gehandelt. Guatemala befindet sich in einer politischen Krise. Im Jahr 2015 wurde der damalige Präsident Otto Pérez Molina durch den Druck der Strasse aus dem Amt gedrängt und Minuten nach seinem Rücktritt festgenommen. Der Grund: Korruption. Natürlich war das Problem damit nicht aus der Welt geschaffen. Vielmehr hat es mit dem aktuellen Amtsträger eine tragisch-komische Note bekommen.

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#Somos como tú

Wir sind wie du. So der Titel einer regionalen Kampagne, welche Pensamiento y Acción Social (PAS), Partnerorganisation von Peace Watch Switzerland in Kolumbien, in Zusammenarbeit mit mehreren lokalen sozialen Organisationen lanciert hat. Im Rahmen der Kampagne sind im Monat November 2018 verschiedene Aktionen in der Region Magdalena Medio geplant. Die Hauptpersonen an diesen Aktionen sind Vertreterinnen und Vertreter der von PWS begleiteten bäuerlichen Gemeinschaften El Guayabo, Bella Unión, Las Pavas, El Garzal und Nueva Esperanza. Für die Kampagne haben sie T-Shirts mit der Aufschrift “Somos como tú” gefertigt, die sie alle mit Stolz tragen. Continue reading

Ríos para la vida, no para la muerte

In ihrem Beitrag vom 6. November 2016 berichteten die Freiwilligen von PWS über die Situation der Anführerinnen, der durch die Folgen des Wasserkraftwerks Hidrosogamoso negativ betroffenen Dorfgemeinschaften. Zu dieser Zeit wurde eine mögliche Begleitung durch PAS/PWS evaluiert. Mittlerweile ist daraus eine regelmässigere Begleitung entstanden. Konkret werden heute die Frauen des Movimiento Social en Defensa del Río Sogamoso y Chucurí in ihrem Kampf um ihr Recht und für Gerechtigkeit durch die beiden Organisationen begleitet. Wie im Fall der anderen Gemeinschaften bedeutet dies, ihre Anliegen und Nöte im In- und Ausland sichtbar zu machen, sowie die physische Begleitung z.B. bei Behördengängen, zu Treffen mit anderen Organisationen oder zu Anlässen. (Zu einem späteren Zeitpunkt möchten wir in diesem Blog berichten, wie es den Frauen heute geht, wo sie in ihrem Kampf stehen und wie sie ihre Zukunft sehen. Dafür werden wir eine der Leaderinnen besuchen und interviewen).

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Detrás la imagen de una aparente democracia

El 29 de julio de 2018, la Comisión Interamericana de Derechos Humanos (CIDH) comenzó las primeras audiencias en Tegucigalpa en el marco de su visita oficial a Honduras. El objetivo de estas audiencias es conocer la situación actual y pasada del país con un enfoque particular, como su nombre lo indica, sobre los derechos humanos. El Comité de Familiares de Detenidos Desaparecidos en Honduras (COFADEH) ha estado activo durante más de 30 años defendiendo a personas cuyos derechos humanos han sido violados. El COFADEH se presentó con un grupo víctimas de los eventos que ocurrieron después del fraude electoral en diciembre de 2017. Continue reading

Derrière l’image d’une apparente démocratie

Le 29 juillet 2018, la Commission inter-américaine de droits humains (CIDH) a commencé à Tegucigalpa les premières auditions concernant sa visite officielle au Honduras. Ces entrevues ont pour but de connaître la situation actuelle et passée du pays avec un focus particulier, comme le nom de l’association l’indique, à propos des droits humains. L’association « Comité des familles de détenus disparus du Honduras » (COFADEH) est active depuis plus de 30 ans dans la défense de personnes dont les droits humains ont été bafoués. Ils sont venus accompagner un groupe de personnes ayant été victimes des événements survenus après la fraude électorale de décembre 2017. Continue reading

Aus dem Leben eines Acos in Guatemala

Nun bin ich bereits zwei Monate hier in Guatemala. Das Klima hier auf 1500 m Höhe ist angenehm, mit starker Sonne und in den letzten Tagen manchmal bis gegen 30°C, aber meist mit angenehmem Wind und bisher kaum Regen. Irgendwann in den nächsten Wochen ist aber der Beginn der Regenzeit fällig. Die meisten Tage bisher waren klar, so dass man vom Dach aus die nächsten Vulkane sehen kann.

Der Blick vom Dach nach unten geht auf die Terrasse des obersten Geschosses mit den Zugängen zu den zwei Schlafräumen, und dazwischen zu Waschküche und Dusche/WC. Das WG-Leben hier ist eng wie in einer SAC-Hütte, bei der man vor zehn Jahren den Hüttenwart weggespart hat: also basisdemokratisch-chaotisch, was mir als älterem Semester die Angewöhnung erschwerte.

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Essere accompagnante internazionale dei diritti umani

In Guatemala sono presenti diverse ONG a sostegno e tutela dei diritti umani e della salvaguardia del territorio, fra cui ACOGUATE, attraverso la quale sono venuta a conoscenza della realtà del paese e del ruolo della cooperazione internazionale.

Sono trascorsi cinque mesi dal mio arrivo e il compito che mi è stato assegnato è quello di visitare le comunità assumendo il ruolo di accompagnante: gli operatori nella regione Ixcan/Coban, quella in cui sono ubicata, visitano le famiglie, si riuniscono con le autorità locali, scambiano informazioni, raccolgono testimonianze.

Le nostre uscite comportano una permanenza nei villaggi di due o tre settimane consecutive, visitando in media sei, nove comunità ogni volta. Una comunità può essere formata da trenta famiglie fino ad arrivare a cento. Al nostro arrivo ci presentiamo alle autorità locali le quali ci attribuiscono un alloggio: a volte dormiamo con le famiglie, condividendo il loro spazio, altre, invece, usufruiamo di scuole o infermerie.

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Entretiens d’Anna Vidoli pour la RSI et La Regione

Anna Vidoli, 27 ans, a grandi à Ascona (TI). Depuis novembre 2015, elle s’est engagée avec Peace Watch Switzerland au Guatemala et représente actuellement notre organisation auprès de notre partenaire sur place, ACOGUATE. Dans le cadre d’un entretien pour la RSI, à écouter ici en intégralité, elle nous fait part de son expérience sur le terrain.

A retrouver également l’article qui lui a été accordé dans La Regione au début du mois de mars.

Anna La Regione