Non è un caso isolato

In Guatemala, si è appena concluso il caso giuridico della terza miniera di argento più grande al mondo, il mega-progetto responsabile di inquinamento e violazione dei diritti umani. Il reportage ne ripercorre la storia.

Rio de los Esclavos, il fiume degli schiavi. La leggenda vuole che nell’Oriente del Guatemala viveva una popolazione detta Xinca, l’unica della regione a non avere origini maya. Il fiume, elemento naturale e anello identitario, univa i territori occupati. Poi vennero gli spagnoli. Su quel fiume vollero costruire un ponte, e per farlo il più velocemente possibile invocarono il Diavolo, a cui in cambio promisero le anime dei lavoratori fatti schiavi. Continue reading

Honduras, une guerre qui ne dit pas son nom

(Deutsch unten)

Quand on parle du Honduras en Suisse, la première image qui vient à l’esprit, pour le moins à ceux et celles qui savent que le Honduras existe, est celle de la criminalité et surtout des maras. Ces images de membres de gangs aux visages tatoués s’est imprimé dans l’inconscient collectif. Ces gangs sont présentés par le gouvernement et par certains médias comme la source principale des problèmes du pays et des « trains de migrants » qui se dirigent vers le nord principalement aux États-Unis. Sans nier la réalité des problèmes engendrés par ces bandes criminelles, ce que nous en avons vu nous amènent à une vision plus complexe et plus nuancée des causes de cet exode massif. Continue reading

Honduras, die etwas andere Welt

Vor vier Wochen bin ich in Honduras angekommen. Die ersten Tage verliefen ruhig, man gab mir Zeit anzukommen und ein wenig die Hauptstadt Tegucigalpa kennenzulernen. Man hört sehr viel Negatives von dieser Stadt, doch sie gefällt mir. Es ist eine sehr lebendige Stadt, ein urbanes Chaos mit Charme.

Nach einer Einführung in die Lage des Landes, nahmen wir an einigen Konferenzen verschiedener NGOs teil. Obwohl ich den Durchblick durch den Akronym-Dschungel noch nicht ganz beherrschte, fand ich die Diskussionen sehr interessant. Oft sprach man von Kampf und Widerstand, von einer wissenschaftlicher Perspektive versteht sich. Die Lage im Land wurde als sehr angespannt dargestellt. Die politische Elite hat ihre Glaubwürdigkeit wegen verschiedenen Korruptionsskandale, den manipulierten Wahlen 2017 und die darauffolgende Repression verloren. Die Zivilgesellschaft ist bereit sich zu organisieren und Widerstand zu leisten. Die Diskussionen und Informationen weckten bei mir nicht nur die Neugier auf die bevorstehende Feldarbeit, sondern steigerten meine Vorfreude darauf. Continue reading

Reitoca, der kleine Riese, der für den Petacón-Fluss kämpft

HONDURAS. Reitoca ist eine kleine Gemeinde im Süden des Departements Francisco Morazán in Honduras. Im Norden grenzt Reitoca an die Gemeinden Lepaterique und Ojojona, im Süden an Alubarén, im Westen an La Venta und Sabana Grande und im Osten an Curarén.

Um nach Reitoca zu gelangen, nimmt man die Strasse, welche von der Hauptstadt Tegucigalpa nach Choluteca in den Süden des Landes führt. Bei der Kreuzung La Venta del Sur zweigt die Schotterstrasse ab, die in die Berge führt. Die Reise dauert im Bus etwa dreieinhalb Stunden, davon zwei auf Schotterstrassen, die während der diesjährigen Regenzeit sehr schwer befahrbar sind.

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Internationale Woche der Frauen – Menschenrechtsverteidigerinnen im Blickpunkt

GUATEMALA

Aus dem Leben von Maya Ch’orti’ – Leaderinnen

Im Rahmen der internationalen Woche der Frauen haben wir zwei Menschenrechtsverteidigerinnen der Maya Ch’orti’-Region interviewt. Die befragten Frauen sind Elfa Marina Escalante Vásquez, indigene Bürgermeisterin der Ch‘orti‘-Gemeinschaft, und Yesenia Eunice Martínez, Ch‘orti‘-Aktivistin und zurzeit Repräsentantin der Ch‘orti‘-Gemeinschaft Corozal Arriba, deren indigener Bürgermeister José Méndez Torres und Schatzmeister Melvin Álvarez García und fünf weitere Gemeinschaftsbewohner kriminalisiert wurden und in Untersuchungshaft auf ihren Gerichtsprozess warten müssen, der am 25. Mai 2018, mehr als ein Jahr nach den ersten Festnahmen, stattfindet.

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Kriminalisierung des Ch‘orti‘-Volkes

GUATEMALA. Statt mit ihren Familien verbringen José, Melvin und Ignacio ihre Festtage im Untersuchungsgefängnis Los Jocotes in Zacapa. Am 19. Mai 2017 wurden José Mendez Torres, indigener Bürgermeister von Corozal Arriba sowie der Schatzmeister derselben Gemeinschaft, Melvin Álvarez García, verhaftet. Am 9. Juni nahm die Polizei (PNC) in der Gemeinde La Union, Departement Zacapa, Ignacio Sacarías Vasquez und bis Dezember 2017 vier weitere Dorfbewohner fest.

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Neuer Schub für den Widerstand in San Pablo

In Guatemala werden Grossprojekte mit allen Mitteln durchgesetzt. Staat und Justiz stehen oft auf der Seite des Stärkeren.

Am 21. März 2017, am Vortag des internationalen Tags der Erde, besuchten wir im Zentrum von San Pablo, im Departement San Marcos an der Grenze zu Mexiko, eine Feier zur Freilassung von sechs politischen Gefangenen. Grund für ihre Kriminalisierung war eine für Guatemala typische Konfliktsituation zwischen Wasserkraftwerksbetreibern und der lokalen Bevölkerung. Einer dieser Akteure ist die Betreibergesellschaft HidroSalá, die ein Wasserkraftwerk in der Finca Argentina und umliegenden Ländereien plant.

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Der «Día Internacional de la Madre Tierra» in El Estor

22. April – Internationaler Tag der Mutter Erde, nicht Tag der ‘Umwelt’ oder Tag der ‘Schöpfung’

So wurde es am 22. April 2009 von den Vereinten Nationen mit der Resolution A/RES/63/278 festgelegt.[1] Es gibt viele internationale Tage, aber ohne Gesicht bleiben sie Pflicht oder leere Hülse. So erging es mir bisher mit dem 22. April. Er war ein gewöhnlicher Tag, wenn er nicht auf Ostern fiel. Das hat sich geändert, seit ich als Menschenrechtsbeobachterin für ACOGUATE tätig bin. Der Tag trägt nun das Gesicht von Angélica Choc, einer aussergewöhnlichen Frau, welche seit der Tötung ihres Gatten Adolfo Ich Chamán am 27. September 2009 nicht nur Witwe, sondern zur unentwegten Menschenrechtsverteidigerin wurde. Mit der Namensgebung «Dia de la Madre Tierra» haben die Vereinten Nationen damals bewusst ein Zeichen zur Anerkennung der indigenen Völker gesetzt. Zwei Acos durften den wichtigen Gedenktag kürzlich vor Ort beim Haus von Angélica Choc in El Estor am Lago de Izabal miterleben. Wie kam es dazu?

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Die Powerfrauen der Benzinhauptstadt

Schon wieder sind vier Monate um und es meldet sich ein neues Beobachterteam (Deborah und Antonin) aus Barrancabermeja, Kolumbien. Unsere ersten Wochen waren turbulent, wir trafen uns mit vielen Organisationen, traten unsere ersten Reisen nach Guayabo und Garzal an und lernten viele spannende Leute kennen. Besonders beeindruckt aber haben uns die Menschenrechtsaktivistinnen einer lokalen Frauenorganisation.

Neues Team, neue Eindrücke

Nach Barrancabermeja? Ungläubig schaut mich der Busfahrer an. Die Frage ist immer die gleiche, wenn mich Kolumbianer darauf ansprechen, wo ich hinreise. Denn in die Industriestadt am Rio Magdalena verirrt sich nur selten ein Tourist. Nach zehn Stunden Fahrt in einem stark unterkühlten Bus erreichen wir unser neues Zuhause für vier Monate. Barrancabermeja, von den Einheimischen auf Barranca abgekürzt. Von hier aus werden wir in den nächsten Monaten unsere Reisen in die verschiedenen Comunidades antreten.

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