Sexuelle Gewalt gegen Frauen im Friedensvertrag in Kolumbien

KOLUMBIEN. Vor kurzen führte PAS einen Workshop für Frauen durch. Dieser ging zwei Tage und der Fokus lag hauptsächlich auf den Rechten der Frauen und darauf, welche neuen Rechte ihnen durch den Friedensvertrag und die daraus folgende neue Gesetzgebung zukommen. Zu Beginn stellte Monica (Name geändert), die den Workshop leitete, in einer soziometrischen Aufstellung mehrere Fragen, und die Frauen positionierten sich je nach Antwort an eine andere Stelle im Raum. Zum Beispiel: Wer von euch hat Kinder? Wer die Frage mit Ja beantworten kann, stellt sich bitte auf die rechte Seite, wer sie mit Nein beantworten kann, bitte auf die linke Seite. Nachdem die harmloseren Kennenlern-Fragen abgearbeitet waren, näherten wir uns der eigentlichen Materie. Welche der Anwesenden würde sich als Opfer des Konflikts bezeichnen? Wer wurde durch den Konflikt vertrieben? Und so ging es immer weiter. Irgendwann stellte Monica eine Frage, welche ich mich nicht getraut hätte, zu stellen: Wer von euch war schon einmal Opfer sexueller Gewalt?

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…was bisher geschah, Episode 3

KOLUMBIEN

El Guayabo und Bella Union

Freitag Abend fahren wir von Regidor den Fluss aufwärts, um El Guayabo zu besuchen. Dort findet eine Versammlung mit verschiedenen Organisationen statt, welche alle mit El Guayabo und Bella Union zusammenarbeiten. Neben uns sind auch ECAP, Programa de Desarollo y Paz, die Anwälte und Justa Paz vor Ort. Abends läuft laute Musik, es gibt ein Glas Bier für jeden zum anstossen und die Stimmung ist gut.
Natalia und ich sind schon relativ müde, nachdem wir nun schon seit 4 Tagen unterwegs sind. Trotzdem lassen wir uns die Dorfparty natürlich nicht entgehen und die ausgelassene Stimmung gibt uns wieder etwas Energie.

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…was bisher geschah, Episode 2

KOLUMBIEN

Las Pavas & Buenos Aires

Wie üblich werden wir in Regidor abgeholt und dann düsen wir, bepackt mit Essen und Klamotten und genügend Wasser für die nächsten Tage, auf Motorrädern vorbei an Palmen, Palmenplantagen, Fincas und kleinen Dörfern bis nach Buenos Aires. Wie immer halten wir nur kurz, um hallo zu sagen. Misael begrüsst uns herzlich und wir stellen kurz unsere Rucksäcke ab, um eine schnelle Runde durch das Dorf zu machen.

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…was bisher geschah, Episode 1

KOLUMBIEN

Weil es hier schon lange keine mehr gab hat PWS hat mich darum geben, eine Zusammenfassung der Kontexte der begleiteten Gemeinschaften zu schreiben. Sonntag sind wir von einer Reise zurück gekommen, bei der wir in 6 Tagen alle Gemeinden besucht haben. Dies war ausserdem auch meine letzte Reise und so hiess es für mich auch Adios sagen. Es folgt eine Beschreibung der Aktualitäten in Form einer Trilogie, um es ein bisschen übersichtlicher zu gestalten.

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Mein Land, Dein Land, Niemansland

KOLUMBIEN. Warum ist die Situation in den Gemeinden so kompliziert? Wofür kämpfen sie? Und warum dauert das so lange?

Grundsätzlich ist die Ausgangslage folgende: in den Gemeinden leben BauerInnen. Diese kümmern sich um Land, welches andere Leute Ihnen wegnehmen wollen.
Mal ist es eine Palmölfirma, mal ist es ein Großgrundbesitzer oder ein Drogenkartell. Wer das jeweils ist, spielt garnicht so eine große Rolle. Die jeweiligen “Gegner” versuchen den Gemeinden Angst einzujagen indem sie sie bedrohen, die angebauten Pflanzungen zu zerstören, Menschen verprügeln und vertreiben. Sie alle kämpfen mit ähnlichen Mitteln und streiten sich inzwischen auch vor Gericht mit den Bauern.

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Berracas

KOLUMBIEN. Berraca ist das kolumbianische Wort für „starke Frau“. Es steht für alles was Frauen hier in den letzten Jahren durchmachen mussten und vor allem dafür, dass sie trotzdem weiter kämpfen. Für ihre Rechte, für Ihre Familie, für Ihre Würde.
Starke Frauen treffen wir hier an jeder Ecke. Frauen, deren Männer umgebracht wurden. Frauen, deren Söhne bei den Guerilla, Paramilitärs, Drogendealer sind. Häufig sind auch zwei Söhne aus der gleichen Familie in zwei verfeindeten Gruppen. Frauen, die Gewalt erfahren haben. Die mit ihrer Familie flüchten mussten, die von heute auf morgen alleine im Leben standen weil ihr Partner verschleppt wurde.
Frauen, die sich, trotz all dem Unrecht welches Ihnen widerfahren ist, zusammen tun, aktiv werden, laut sind, sich nicht einschüchtern lassen.

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Hallo Barrancabermeja!

KOLUMBIEN. Vor fast einer Woche sind wir nun in Barrancabermeja angekommen. Nach 10 Tagen Einführung inBogotá, bei der wir unter Anderem die Spanische, Deutsche und Schweizer Botschaft besucht haben, so wie sehr viel über Kolumbien, seine Geschichte und den immer noch andauernden Konflikt gelernt haben. Bogotá hat uns fasziniert mit all seinen Facetten, allerdings haben wir viel gefroren und so haben wir uns über die Hitze in Barrancabermeja sehr gefreut. Die Dame am Busterminal schaute uns zwar so an, als könnte sie nicht ganz glauben, dass wir zwei typischen Backpacker Mädels wirklich nach Barrancabermeja wollten und sie sich nicht verhört hatte. Nachdem wir nochmals klargestellt hatten, dass sie schon richtig verstanden hatte und dass wir tatsächlich top-motiviert in diesen Bus steigen wollten, konnte die 10 stündige Fahrt auch schon beginnen!

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Kolumbien: Staat verrät Opfer des Konflikts – illegale Vertreibungen gehen weiter

Kurzfassung und deutsche Übersetzung des Artikels von Florence Oberholzer. Hier geht’s zur ausführlichen Version in Englisch, mit Bildern und Bibliographie.

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Das bittere Gefühl von Ohnmacht angesichts sozialer Ungerechtigkeit, besonders wenn sie vom Staat verantwortet wird, kann überwältigend sein.

Am Mittwoch, 13. Dezember fand ein regelrechter Coup statt in den beiden Dörfern von El Guayabo und Bella Unión im Departement Santander, durchgeführt von der lokalen Regierung und der Polizei: eine Zwangsräumung der Parzellen von neun Familien – mindestens 40 Personen sind davon unmittelbar betroffen, da ihre Lebensgrundlage und ihr Einkommen aus diesen Parzellen stammen. Drei weitere Parzellen und etwa 20 Personen mehr sind durch die Weiterführung der Zwangsräumung bedroht. Eine humanitäre Krise ist zu erwarten.

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Colombian State fails victims of the armed conflict as farmer evictions continue

Original article published on my personal blog www.peaceinsightcolombia.com

The taste of social injustice, especially when committed by the State, is bitter. The feeling of impotence is overpowering.

On Wednesday 13 December, local government and police forces engineered a coup in the rural communities of El Guayabo and Bella Unión, in the Colombian department of Santander. About one hundred policemen, half of them from the riot control unit, successfully evicted 9 peasant families from their land (affecting at least 40 people). These farmers now face a humanitarian crisis due to loss of their livelihoods.

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