Mein Land, Dein Land, Niemansland

Warum ist die Situation in den Gemeinden so kompliziert? Wofür kämpfen sie? Und warum dauert das so lange?

Grundsätzlich ist die Ausgangslage folgende: in den Gemeinden leben BauerInnen. Diese kümmern sich um Land, welches andere Leute Ihnen wegnehmen wollen.
Mal ist es eine Palmölfirma, mal ist es ein Großgrundbesitzer oder ein Drogenkartell. Wer das jeweils ist, spielt garnicht so eine große Rolle. Die jeweiligen “Gegner” versuchen den Gemeinden Angst einzujagen indem sie sie bedrohen, die angebauten Pflanzungen zu zerstören, Menschen verprügeln und vertreiben. Sie alle kämpfen mit ähnlichen Mitteln und streiten sich inzwischen auch vor Gericht mit den Bauern.

 

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Berracas

Berraca ist das kolumbianische Wort für „starke Frau“. Es steht für alles was Frauen hier in den letzten Jahren durchmachen mussten und vor allem dafür, dass sie trotzdem weiter kämpfen. Für ihre Rechte, für Ihre Familie, für Ihre Würde.
Starke Frauen treffen wir hier an jeder Ecke. Frauen, deren Männer umgebracht wurden. Frauen, deren Söhne bei den Guerilla, Paramilitärs, Drogendealer sind. Häufig sind auch zwei Söhne aus der gleichen Familie in zwei verfeindeten Gruppen. Frauen, die Gewalt erfahren haben. Die mit ihrer Familie flüchten mussten, die von heute auf morgen alleine im Leben standen weil ihr Partner verschleppt wurde.
Frauen, die sich, trotz all dem Unrecht welches Ihnen widerfahren ist, zusammen tun, aktiv werden, laut sind, sich nicht einschüchtern lassen.

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Hallo Barrancabermeja!

Vor fast einer Woche sind wir nun in Barrancabermeja angekommen. Nach 10 Tagen Einführung inBogotá, bei der wir unter Anderem die Spanische, Deutsche und Schweizer Botschaft besucht haben, so wie sehr viel über Kolumbien, seine Geschichte und den immer noch andauernden Konflikt gelernt haben. Bogotá hat uns fasziniert mit all seinen Facetten, allerdings haben wir viel gefroren und so haben wir uns über die Hitze in Barrancabermeja sehr gefreut. Die Dame am Busterminal schaute uns zwar so an, als könnte sie nicht ganz glauben, dass wir zwei typischen Backpacker Mädels wirklich nach Barrancabermeja wollten und sie sich nicht verhört hatte. Nachdem wir nochmals klargestellt hatten, dass sie schon richtig verstanden hatte und dass wir tatsächlich top-motiviert in diesen Bus steigen wollten, konnte die 10 stündige Fahrt auch schon beginnen!

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Colombian State fails victims of the armed conflict as farmer evictions continue

Original article published on my personal blog www.peaceinsightcolombia.com

The taste of social injustice, especially when committed by the State, is bitter. The feeling of impotence is overpowering.

On Wednesday 13 December, local government and police forces engineered a coup in the rural communities of El Guayabo and Bella Unión, in the Colombian department of Santander. About one hundred policemen, half of them from the riot control unit, successfully evicted 9 peasant families from their land (affecting at least 40 people). These farmers now face a humanitarian crisis due to loss of their livelihoods.

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Colombia’s dirty business: the role of private sector interests in the Colombian armed conflict, case study of Las Pavas

What are the impacts of armed conflict on a country’s economy? Most academics and conflict experts tend to stress the negative economic impact of armed conflict and civil war, what with the disruption of production and trade as well as the plundering and extortion of civilians.

Despite this widespread consensus, a few countries that have had long and protracted conflicts do not seem to have been very affected economically. Colombia is a prime example, with its almost unbroken history of economic growth and strong agricultural production coexisting with world-record levels of forced displacement, a product of its 50 year-old conflict.

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La formation comme moyen de protection. Comment PAS transmet aux jeunes des communautés des instruments et des stratégies d’autoprotection.

Entretien avec Zenaide Rodrigues, coordinatrice de Pensamiento y Acción Social (PAS) et responsable du programme de Peace Watch Switzerland (PWS) en Colombie sur la participation des jeunes des communautés du Magdalena Medio à la défense et à la protection du territoire.

Volontaires de PWS, Guillaume Bégert et Aïcha Bouslama : En quelques mots, peux-tu nous expliquer quel type de travail fait PAS en Colombie?

Zenaide Rodrigues : Pensamiento y Acción Social est une organisation colombienne qui accompagne et soutient des communautés et des organisations de défense des droits humains. Elle travaille avec des campesinos et campesinas, des populations autochtones et d’ascendance africaine, des femmes et des jeunes.

Le travail de PAS repose sur trois axes thématiques : la construction de la paix, la défense du territoire et des droits humains, la protection et la sécurité. Grâce à ses activités dans ces différents domaines, PAS cherche à renforcer les capacités des communautés et des organisations de droits humains. L’objectif est de leur transmettre des stratégies pour augmenter l’incidence politique, créer des réseaux et des alliances, élaborer des analyses de risques et mettre en place des moyens d’autoprotection.

En outre, PAS fait un travail de recherches en menant des investigations en matière de protection, d’entreprises et de droits humains. Continue reading

La formación como medio de protección. Cómo PAS transmite a los jóvenes de las comunidades instrumentos y estrategias de autoprotección.

Entrevista con Zenaide Rodrigues, coordinadora de Pensamiento y Acción social (PAS) y  responsable del Programa Peace Watch Switzerland en Colombia sobre la participación de los jóvenes de las comunidades del Magdalena Medio a la defensa y la protección del territorio.  

¿En algunas palabras, podrías explicar qué tipo de trabajo asume PAS en Colombia?

Pensamiento y Acción Social es una organización colombiana que desarrolla acompañamiento y asesoría a comunidades y organizaciones defensoras de derechos humanos; campesinos, indígenas, afro descendientes, de mujeres y procesos juveniles.

Por medio de sus tres lineas estratégicas (construcción de paz ; territorio y derechos humanos, protección y seguridad) busca fortalecer las capacidades de las comunidades y organizaciones de derechos humanos para la incidencia política, la creación de redes y alianzas, el análisis de riesgo y la gestión de seguridad.

Adicionalmente PAS realiza la gestión de conocimientos por medio de investigaciones en materia de protección, empresas y derechos humanos. Continue reading

Bildung die schützt. Wie PAS Jugendlichen Strategien und Instrumente zum Selbstschutz vermittelt.

Interview mit Zenaide Rodrigues, Koordinatorin von Pensamiento y Accion social (PAS) und Verantwortliche des Begleitprogrammes von PWS in Kolumbien. Sie spricht über die Beteiligung der Jugendlichen am Schutz und der Bewahrung des gemeinschaftlichen Landes.

Workshop

Zenaide Rodrigues beim Leiten des Workshops: „Stärkung der Beteiligung der Jugendlichen an der Bewahrung des gemeinschaftlichen Landes“ mit Jugendlichen des Vereins ASOCAB in Las Pavas. 19.08.2017. Foto: Guillaume Bégert (PWS).

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Der Fluch des schwarzen Goldes

Seit Anfang dieses Jahres begleitet Peace Watch Switzerland wieder die Gemeinde El Hatillo im Nordosten Kolumbiens. Die Gemeinde sitzt regelrecht auf Kohle und rundherum wird diese in verschiedenen Minen abgebaut. Die Dorfgemeinschaft ist den Folgen des Kohletagebaus schutzlos ausgesetzt. Ende März besuchten wir El Hatillo zum ersten Mal. Dort haben wir eine Woche lang die Líderes der Gemeinde bei ihrem Kampf für eine rasche und faire Umsiedlung begleitet.

Ein Berg, der keiner ist

Schon von Weitem sehen wir die riesigen Abraumhalden der Mine. Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Berge und dominieren die sonst flache Landschaft. Sie sind durch das Aufschütten vom Aushub aus dem Tagebau entstanden. Unser Tuk-tuk rattert in Schlangenlinien über die unebene Landstrasse, die von der Kleinstadt La Loma zum Dorf El Hatillo führt. Die Strasse ist auf beiden Seiten mit Stacheldraht eingezäunt, auf der einen Seite liegt die Mine, auf der anderen die trockene Steppe, beide sind im Besitz des Bergbauunternehmens. Der Boden ist von einer weiss-grauen Staubschicht bedeckt, Staub vom Kohletagebau der benachbarten Mine. Das Dorf El Hatillo liegt in mitten des Kohleabbaugebietes. Seine unmittelbaren Nachbarn sind niemand Geringeres als drei Kohleminen der internationalen Rohstoffgiganten Drummond, Glencore Xstrata mit ihrer Tochterfirma Prodeco und CNR (Colombian Natural Ressources), welche dem US amerikanischen Finanzinstitut Goldman Sachs gehört.

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