Schutt und Asche unter Palmen

KOLUMBIEN. Auf unserer Fahrt nach Las Pavas passieren wir mit Palmen gesäumte Wege, die karibisches Flair wie im Ferienkatalog vermitteln. Doch hinter den Palmen verbergen sich kein weisser Sandstrand und Sonnenschirmchendrinks, sondern die skrupellose Palmölfirma “San Isidro”. Sie ist dafür verantwortlich, dass der grösste Teil der einst hier ansässigen Campesin@s ihr Land und ihre Häuser verlassen mussten. Von den ehemals über 100 Familien, die in Las Pavas gelebt haben, sind inzwischen wieder 10 Familien zurückgekehrt, wie uns einer der Bauern berichtet. Die übrigen Campesin@s sind ins benachbarte Buenos Aires geflohen.

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Die Allianz PWS – PAS (Pensamiento y Acción Social) feiert das 10-Jahre-Jubiläum

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KOLUMBIEN. Vor genau zehn Jahren, im März 2009, machte Peace Watch Switzerland (PWS), zusammen mit PAS, sein Begleitprojekt in Kolumbien offiziell. Ein Freiwilligenteam startete mit den Begleitungen von Gemeinschaften, die sich für ihr Territorium und die Menschenrechte einsetzten. Seither taten es ihnen Dutzende von Freiwilligen gleich und begleiteten Hunderte von Personen.

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Pressefreiheit

HONDURAS. Verpflegt werden wir. Auch wenn dazu keine formelle Verpflichtung oder Abmachung besteht. Wir essen dann halt, wenn sie das Gefühl haben, es sei jetzt an der Zeit, und nicht unbedingt wenn wir Hunger haben. Überhaupt sind wir sehr genügsam, duldsam, flexibel, anpassungsfähig und verständnisvoll.

Wir hätten Jairo um 11 Uhr an der Busstation in Choluteca abholen sollen, um ihn auf seiner Fahrt nach Tegucigalpa zu begleiten. Er meldet per Telefon, er sei verspätet. Gegen Mittag trifft er mit einem Freund ein. Zuerst geht es in die grosse Shopping Mall zur Bank und zum Telecomanbieter. Dann muss das Auto eines anderen Freundes in der Garage abgeholt werden. Danach fahren wir zu seinem Domizil, wo klar wird, dass ihn seine Frau und die achtjährige Tochter begleiten werden. Nun werden zwei Fahrzeuge bepackt, es wird ein- und umgeladen. Koffer, Taschen, Schachteln, riesige Plastikkörbe vollgestopft mit Wäsche. Das wird definitiv mehr als ein Wochenendausflug. Es folgen emotionale Verabschiedungen von Familie und Nachbarn. Der Reifendruck muss noch kontrolliert und Diesel nachgefüllt werden. Gegen zwei Uhr rollen wir aus der Stadt.

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L’alliance Pensamiento y Acción Social (PAS) – PWS fête ses 10 ans

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COLOMBIE. En mars 2009, il y a exactement 10 ans, le programme Peace Watch Switzerland (PWS) s’inscrivait en Colombie avec le soutien de PAS. Une équipe de volontaires PWS lançait le projet en Colombie avec mission d’accompagner les communautés de défenseur/euse-s des droits de l’homme, au cœur de leurs luttes. Depuis, des dizaines de volontaires ont suivi ces pas et des centaines de personnes ont bénéficié de leur accompagnement.

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Las mujeres Saharauis entre resistencia y empoderamiento

8. MÄRZ / 8 MARS / 8 DE MARZO: Zum internationalen Frauentag vom 8. März sprachen die beiden ehemaligen Guatemala-Einsatzleistenden Tullio Togni und Laura Kleiner mit Jadiyetu El Mohtar, Mitglied der nationalen Union sahrauischer Frauen über ihren Kampf für Autnomie, Frauenrechte und Empowerment. Aus diesem aktuellen Anlass veröffentlichen wir hier ausnahmsweise einen Text, der nicht aus einem unserer Einsatzländer in Lateinamerika stammt. Der Text ist auf Spanisch.

A l’occasion de la Journée internationale (des droits) des femmes, le 8 mars, Tullio Togni et Laura Kleiner, deux ancien-ne-s volontaires de PWS au Guatemala, ont parlé à Jadiyetu El Mohtar, membre de l’Union Nationale des Femmes Sahraouies, en abordant leur lutte pour l’autonomie, les droits des femmes et leur empowerment. Pour marquer cette journée, nous publions ici exceptionnellement un texte qui ne parle pas d’un de nos projets en Amérique latine. Le texte est toutefois en espagnol.

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Menschenrechte in der Krise

GUATEMALA. Seit dem 10. Oktober letzten Jahres bin ich nun Teil des Begleitprojekts ACOGUATE in Guatemala. Nicht nur für mich hat es sich um eine viel bewegte Zeit gehandelt. Guatemala befindet sich in einer politischen Krise. Im Jahr 2015 wurde der damalige Präsident Otto Pérez Molina durch den Druck der Strasse aus dem Amt gedrängt und Minuten nach seinem Rücktritt festgenommen. Der Grund: Korruption. Natürlich war das Problem damit nicht aus der Welt geschaffen. Vielmehr hat es mit dem aktuellen Amtsträger eine tragisch-komische Note bekommen.

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Gerechtigkeit für El Guayabo?

KOLUMBIEN. Als wir am 6. Februar um 9 Uhr morgens mit dem Boot in Puerto Wilches eintreffen, prallt uns die Hitze bereits erbarmungslos entgegen. Wir befinden uns auf dem Weg aufs Polizeipräsidium, wo die Anhörung zur geplanten Vertreibung der Bevölkerung Guayabos in Kürze beginnen soll. Rodrigo erhebt Anspruch auf das Land von El Guayabo und hat mit Unterstützung der Polizei und des Paramilitärs bereits versucht, die Bevölkerung Guayabos von dort zu vertreiben (s. Blogeintrag vom 7. Juni 2018). Begleitet  werden wir von PAS-Koordinatorin Maritza sowie Gabriel, dem Anwalt der Gemeinschaft von El Guayabo.

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Wasser, Strom und Menschenrechte

GUATEMALA. Die ganze Welt spricht über den Klimawandel, über die Veränderungen, die uns bevorstehen und die Anpassungen, welche wir endlich vornehmen müssen, um das würdige Leben zukünftiger Generationen auf diesem Planeten zu gewährleisten. Im Angesicht der überwältigenden Dimension dieses schwer fassbaren Problems wird eine Vielzahl von Lösungsansätzen formuliert, welche gezwungenermassen immer eine massive Vereinfachung der Problemstellung bedeuten. So zum Beispiel die Zweiteilung in saubere Energiegewinnung, etwa durch Wasserkraft, und schmutzige Energiequellen, wie die Kohle.

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Non è un caso isolato

In Guatemala, si è appena concluso il caso giuridico della terza miniera di argento più grande al mondo, il mega-progetto responsabile di inquinamento e violazione dei diritti umani. Il reportage ne ripercorre la storia.

Rio de los Esclavos, il fiume degli schiavi. La leggenda vuole che nell’Oriente del Guatemala viveva una popolazione detta Xinca, l’unica della regione a non avere origini maya. Il fiume, elemento naturale e anello identitario, univa i territori occupati. Poi vennero gli spagnoli. Su quel fiume vollero costruire un ponte, e per farlo il più velocemente possibile invocarono il Diavolo, a cui in cambio promisero le anime dei lavoratori fatti schiavi. Continue reading

«SOMOS COMO TU»

«Somos como tu» è il nome della campagna informativa organizzata da «Pensamiento y Acción Social» – PAS con il sostegno di altre OING attive nella difesa dei diritti umani e presenti nella regione del Magdalena Medio, quali ECAP, IAP e PBI. La campagna è stata ideata al fine di sensibilizzare la popolazione e le istituzioni del paese sulla drammatica situazione che stanno vivendo i leader sociali delle zone rurali. Nell’ultimo anno in Colombia si sono registrati più di 300 assassini di leader sociali rurali, e sono innumerevoli quelli che sono stati minacciati o aggrediti da milizie paramilitari o organizzazioni criminali. Si tratta spesso di leader che stanno in seconda linea, che non sono conosciuti al di fuori della loro comunità, che non appaiono sui giornali o in televisione e che si riuniscono a parlare di come difendere la terra dopo aver passato la giornata a lavorare nei campi. Probabilmente, proprio per il fatto di essere gente semplice e poco conosciuta la loro morte non fa notizia o, peggio ancora, viene stigmatizzata attraverso una falsa narrazione, che li associa alla guerriglia o al narcotraffico. In questo contesto la stigmatizzazione funziona in maniera piuttosto semplice ma molto efficace e contribuisce a discriminare coloro che si battono per difendere i propri diritti. Il risultato sarà che quando uccideranno il prossimo leader sociale la gente si girerà dall’altra parte e il fatto verrà giustificato senza più indignare nessuno, perché «tanto era un guerrigliero». Queste notizie false producono l’indifferenza che consente ai gruppi paramilitari di agire impunemente, e basta scambiare un paio di parole con un taxista di Bogotà per capire che questa falsa narrazione si stia espandendo a macchia d’olio, soprattutto nelle città.

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