Der Mut von Frauenrechtsverteidigerinnen

Artikel von Laura Viedma, internationale Menschenrechtsbeobachterin von Peace Watch Switzerland (PWS) in Honduras.

Tegucigalpa, Francisco Morazán, Honduras

Am Donnerstag, dem 9. April 2026, fand in Trujillo im Norden von Honduras ein Workshop für Menschenrechtsverteidigerinnen statt, der von Peace Watch Switzerland (PWS) und der Plataforma Internacional Contra la Impunidad (PICI) organisiert wurde. 22 Frauen nahmen daran teil.

Es war eine Gelegenheit, sich über ihre jeweiligen Kämpfe, die Herausforderungen, denen sie täglich begegnen, und mögliche Strategien für ihre Arbeit auszutauschen. Dieser wertvolle Moment der Begegnung brachte mich dazu, darüber nachzudenken und mich zu fragen, was es bedeutet, in Honduras eine Menschenrechtsverteidigerin zu sein.

Dieser Artikel basiert hauptsächlich auf drei Interviews mit Menschenrechtsverteidigerinnen aus dem Süden und Norden des Landes, die wir im Rahmen der Arbeit von PWS begleiten, sowie auf einem Interview mit Lorena Mayén Elvir, Menschenrechtsberaterin – insbesondere zu Frauen- und Kinderrechten – und Leiterin des Workshops, sowie auf dem anschliessend erstellten Bericht über diese Aktivität.

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Honduras. Begleitung für uns: Der psychosoziale Ansatz in der internationalen Beobachtung

Tegucigalpa, Honduras

Der psychosoziale Ansatz ist in Lateinamerika weit verbreitet und hat eine lange Tradition. Der Ansatz geht davon aus, dass eine Person das Ergebnis ihrer sozialen Beziehungen und der historisch-politischen Kontexte ist, in denen sie sich entwickelt. Ebenso können die «Schäden» und Traumata, die im Kontext politischer Gewalt und Verletzung der Menschenrechte auftreten, nur in ihrer sozialhistorischen Dimension verstanden werden. Ausgehend von diesem Verständnis besteht das Ziel des Ansatzes darin, die Auswirkungen dieser Gewalt zu mildern und die Bewältigungsreaktionen auf diese Situationen zu stärken. Mit anderen Worten, es ist nicht denkbar, mit Gemeinschaften zu arbeiten, ohne den Kontext zu verstehen und zu kennen, der sowohl Menschen in ihrem individuellen Charakter als auch in der Gemeinschaft betrifft und der die Kapazitäten, Ressourcen und Stärken jeder Gemeinschaft berücksichtigt.

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