Das Ch’orti’ Volk schreibt Geschichte

Bereits zum vierten Mal konnte ich letztens im Rahmen meines Freiwilligen-Einsatzes in den “Oriente” Guatemalas in die Departemente Chiquimula und Zacapa reisen, um dort die COMUNDICH (Koordination für die integrale Entwicklung der Verbände und indigenen Gemeinschaften des Maya Volkes der  Ch’orti’) zu begleiten. Die Reise in die Region der Ch’orti’ bringt einen Wechsel des Klimas sowie der Landschaft und der Nahrung mit sich und ist immer eine schöne Abwechslung zur hektischen Hauptstadt. Die COMUNDICH unterstützt die Gemeinschaften im Kampf um die Anerkennung als autonome Gemeinschaften und insbesondere ihres Rechts auf ihr Land. In vielen Gemeinden bestehen Landkonflikte, da ihre Urrechte (derecho ancestral) in der Vergangenheit ignoriert und ihr Land verkauft wurde und heute darauf Kaffee-Fincas betrieben werden.

Feier des Abkommens über die Rechte Indigener Völker
Dieses Mal lud die Organisation zur 20-Jahr-Feier der Friedensabkommen und insbesondere des Abkommens über die Identität und Rechte der Indigenen Völker, das im März 1995 unterzeichnet wurde. Dazu wurden VertreterInnen unterschiedlicher Maya Völker, insbesondere aber die vielen Gemeinschaften der Maya Chorti eingeladen, sich an einem kulturellen Anlass zu beteiligen, einer Maya-Zeremonie und dem historischen Rückblick beizuwohnen. Musikalische Begleitung einer guatemaltekischen Folkloregruppe, Stelzenaufführung und Gesang der Jugend sorgten für Unterhaltung. Im Rahmen des Kulturanlasses wurde aber auch Anerkennungen für den ausdauernden Einsatz einzelner Personen der Gemeinschaft im Kampf für die Anerkennung ihrer Rechte als indigenes Volk und insbesondere auch als Frauen und für das Wohl ihrer Gemeinschaften ausgesprochen.

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Versammlung am Fussballplatz zur Feier der Rechte Indigener Völker (Foto: Nadia Fourti, PWS)

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Welttag des Buches in Guatemala

Am 23. April wird weltweit der Tag des Buches gefeiert. In Guatemala Ciudad, wo entgegen vieler Erwartungen das Kulturleben sehr vielfältig und ausgeprägt ist, wird dies in unterschiedlichen Lokalen mit Lesungen und Sonderausstellungen die ganze Woche thematisiert. So habe auch ich mich entschieden, euch die Rolle des Buches in der Geschichte Guatemalas und unserer Arbeit zu erläutern und Empfehlungen über die Werke abzugeben, die mich besonders beeindruckten.

Hintergrund des Weltbuchtags
Im Jahre 1995 deklarierte die UNESCO (UN Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur) den 23. April zum „Welttag des Buches“, dem weltweiten Feiertag für Lesen, Bücher und die Rechte der AutorInnen. Dabei hat sie sich von dem katalanischen Brauch inspirieren lassen, zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher zu verschenken. Darüber hinaus kommt dem Datum die weitere besondere Bedeutung zu, dass der 23. April der Todestag unter anderem von William Shakespeare, Inca Garcilaso de la Vega (Peruanischer Autor und Geschichtsschreiber, spanischer sowie Inka Abstammung) und Miguel de Cervantes ist.  In ihrer Resolution erörtert die UNESCO die Wichtigkeit des Buches als das “mächtigste Mittel zur Verbreitung des Wissens und das effizienteste Mittel zu deren Bewahrung”. In Ländern wie Guatemala mit seiner blutigen Vergangenheit, kommt dem eine besondere Bedeutung zu.

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La Caravana della dignità: per la resistenza e la libertà dei prigionieri politici del Nord di Huehuetenango

Articolo originale in spagnolo scritto da Gustavo Illescas, comparso ne “Centro de Medios Independientes” il 7 aprile 2016

Con lo slogan “siamo tutte e tutti il Nord di Huehuetenango”, l’Assemblea dipartimentale dei Popoli di Huehuetenango (ADH), insieme a diverse organizzazioni sociali e autorità comunitarie, sono partiti il 6 aprile dal municipio di Huehuetenango direzione municipio di Santa Eulalia, dove si realizzò la prima tappa. Per il giorno seguente, il 7 aprile, si celebrò il 3° anniversario della resistenza “Nuevo Amanecer” in Santa Cruz Barillas, ubicata nella comunità di Poza Verde.

La resistenza “Nuevo Amenecer” è nata in seguito al fatto che il governo dell’ex-presidente Otto Pérez Molina aveva imposto uno stato d’assedio in Sanza Cruz Barillas, nel maggio del 2012, dove si realizzarono violazioni ai diritti umani, incluse detenzioni illegali massive contro i leader del movimento q’anjob’al e a coloro che si oppongono ai progetti idroelettrici dell’impresa Hidro Santa Cruz SA (proprietà dell’impresa transnazionale spagnola Hidralia).

Nonostante le costanti assemblee comunitarie e ai documenti firmati dalle autorità locali, dove le comunità hanno espresso il loro rifiuto all’impresa, ciò non ha impedito di entrare abusivamente e violentemente al bacino del fiume q’an b’alam. Per questa ragione il 7 aprile 2013, le comunità hanno deciso di emulare la resistenza di “La Puya” e stabilire una resistenza pacifica nel cammino comunitario utilizzato illegalmente dall’impresa per arrivare al fiume. Tuttavia i lavoratori hanno continuato ad entrare ma il 22 aprile di quest’anno, in un’assemblea comunitaria dove si firmarono atti, gli impiegati si sono impegnati a non tornare finché la situazione non veniva chiarita.

I lavoratori, supportati dall’impresa, hanno presentato una denuncia contro Arturo Pablo Juan Francisco Juan Pedro e Adalberto Villatoro Hernandez, i quali, a causa di questa situazione si trovano in carcere preventiva dal 26 Febbraio 2015, accusati dei crimini di minacce, incitamento alla cospirazione, riunioni e manifestazioni illegali e, successivamente, sono stati aggiunti rapimento e sequestro.

L’8 aprile, la Carovana è arrivata nel vicino comune di San Mateo Ixtatán in cui le organizzazioni nazionali e internazionali per i diritti umani si sono unite, al fine di verificare la situazione dei difensori dei diritti umani. Gli obiettivi di una verifica a San Mateo Ixtatán è quello di ascoltare la denuncia delle comunità della micro-regione Ixquisís, le quali si sentono minacciate dall’azienda Promoción y Desarrollos Hídricos S.A. che, attraverso la società israeliana Solel Boneh, costruisce le idroelettriche San Andrés e Pojom II, sul bacino dei fiumi Pojom, Negro, Yalhuitz (Primavera), Varsovia e Palmira (terzo flusso). Le dighe sono proprietà della famiglia Rodas Marzano la quale ha ottenuto un prestito dal BID (Banca Interamercana per lo Sviluppo) attraverso la Corporazione Interamericana d’Investimenti (CII) per la costruzione.

In conclusione, la Caravana della dignità si propone per dare un appoggio solidale alle comunità in resistenza e documentare le violazioni dei diritti umani perpetrate dalle imprese PDHSA, Solel Boneh, la Polizia Nazionale Civile e l’esercito guatemalteco che dal 2014, è stanziato in una base militare nella stessa regione.

Anna, Guatemala, 13.4.16

Kampf um Gerechtigkeit der Ixiles geht weiter

Genozidverfahren ohne Ende schreitet voran
Am 16. März 2016 lädt das Gericht zum 5. Mal zur mündlichen Debatte des Völkermordverfahrens gegen Ex-Diktator José Efraín Ríos Montt und  den ehemaligen Chef des militärischen Geheimdienstes, José Mauricio Rodríguez Sánchez.

Begleitung der Ixiles ans Gericht
Letzte Woche hatte ich die Ehre, eine Gruppe des Ixil Volkes ans Gericht zu begleiten und kennen zu lernen. Die Ixiles sind bekannt für ihre stark ausgeprägte indigene Identität und ihren jahrhundertelangen Widerstand. Ihre Kultur prägt sich aus durch die starke Verwurzelung mit ihrer Erde und dem Prinzip von Komplementarität zwischen allem: Mutter und Vater, Himmel und Erde, Berg und Tal und ihren „Tierras Calientes“ y „Tierras Frias“. (Erde auf Sonnen und Schattenseite, die unterschiedliche Ernten zu unterschiedlichen Zeiten bringen.)

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Interventions de la Mission internationale «Justice pour Cáceres»

Suite à l’assassinat de Berta Cáceres, dirigeante du Conseil civique d’organisations populaires et indigènes du Honduras (COPINH), le 3 mars 2016, une Mission internationale « Justice pour Berta Cáceres »1, composée de 13 personnes de 6 pays d’Amérique et d’Europe, a visité le Honduras du 16 au 21 mars 20161. Ses travaux préliminaires réaffirment que le crime perpétré contre Berta Cáceres est un crime politique, et questionnent fortement l’attitude des autorités honduriennes dans un processus d’enquête totalement opaque.

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Erster Augenschein vor Ort

Seit dem 13. März 2016 sind wir als Menschenrechtsbeobachterinnen für Peace Watch Switzerland (PWS) in der Region Magdalena Medio im Einsatz. In den nächsten vier Monaten werden wir die Kleinbäuerinnen und -bauern der Dorfgemeinschaften Las Pavas/Buenos Aires, El Garzal/Nueva Esperanza und El Guayabo/Bella Union im gewaltfreien Kampf um ihre Landrechte begleiten. In allen drei Dorfgemeinschaften wird den Menschen ihr Land auf unterschiedlichste Art und Weise und durch verschiedenste Aggressoren streitig gemacht.

Während der Einführung durch unsere Koordinatorinnen der lokalen Partnerorganisation Pensamiento y Acción Social (PAS) trafen wir uns mit diversen staatlichen und nichtstaatlichen Organisationen. Auch konnten wir auf einer viertägigen Reise in die Dorfgemeinschaften erste Eindrücke vor Ort sammeln. Es bestätigte sich einmal mehr, dass die Mühlen des kolumbianischen Staates langsam mahlen, sodass der Bericht von Karin Leisibach vom März 2015 kaum an Aktualität verloren hat (http://peacewatch.ch/fileadmin/user_upload/colombia/dokumente/Einsatzbericht_Kolumbien_24.3.15_Karin_Leisibach-2.pdf).

Die nächste längere Reise in die Dorfgemeinschaften steht bereits an. Auf diesem Blog werden wir über die (Teil)erfolge, Rückschläge, Freuden und Sorgen der campesin@s berichten.

Monika Stucki und Sibylle Schaffhauser, Barrancabermeja, 28. März 2016

Essere accompagnante internazionale dei diritti umani

In Guatemala sono presenti diverse ONG a sostegno e tutela dei diritti umani e della salvaguardia del territorio, fra cui ACOGUATE, attraverso la quale sono venuta a conoscenza della realtà del paese e del ruolo della cooperazione internazionale.

Sono trascorsi cinque mesi dal mio arrivo e il compito che mi è stato assegnato è quello di visitare le comunità assumendo il ruolo di accompagnante: gli operatori nella regione Ixcan/Coban, quella in cui sono ubicata, visitano le famiglie, si riuniscono con le autorità locali, scambiano informazioni, raccolgono testimonianze.

Le nostre uscite comportano una permanenza nei villaggi di due o tre settimane consecutive, visitando in media sei, nove comunità ogni volta. Una comunità può essere formata da trenta famiglie fino ad arrivare a cento. Al nostro arrivo ci presentiamo alle autorità locali le quali ci attribuiscono un alloggio: a volte dormiamo con le famiglie, condividendo il loro spazio, altre, invece, usufruiamo di scuole o infermerie.

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« Berta nous a appris à lutter pour la vie sans se laisser arrêter par la peur de mourir »

Interview de Tomas Goméz du Conseil civique des organisations populaires et indigènes du Honduras (COPINH) 1,

Lundi 14 mars 2016

Lors d’une interview récente, deux des filles de Berta Cáceres, dirigeante indigène lenca, combattante infatigable contre le modèle patriarcal colonial d’extraction des ressources, qui privatise et pie les biens communs naturels du Honduras, me disaient que la lutte de leur mère n’a jamais été quelque chose d’individuel, mais profondément enracinée dans l’organisation qu’elle coordonnait : le COPINH.

Berta a été attaquée et assassinée de manière lâche à l’aube du 3 mars dernier. Un coup qui a secoué la société hondurienne jusque dans ses bases et qui oblige, aussi bien le COPINH que l’ample spectre d’organisations sociales et populaires du Honduras, à repenser une stratégie unitaire pour faire face à cette nouvelle escalade de violence et de persécution.

La formation, samedi 12 mars, de l’Articulation populaire hondurienne « Berta Cáceres » avec pour but d’impulser un projet unitaire de mobilisation et de lutte, est une première réponse, à partir des mouvements sociaux, aux assassins de Berta. La grande mobilisation des peuples autochtones et noirs qui aura lieu ce jeudi 17 mars est une expression de plus de la volonté ferme du peuple hondurien d’exiger la justice.

Depuis que Berta Cáceres a commencé à se multiplier dans les luttes quotidiennes des Hondurien·ne·s2, Tomas « Tomasito » Gómez Membreño, actuel secrétaire d’organisation du COPINH, s’est maintenu aux côtés de la famille de la dirigeante indigène, pour exiger à l’unisson une véritable justice pour Berta, la sanction des responsables intellectuels et matériels, et la fin de la persécution du sociologue écologiste [mexicain] Gustavo Castro Soto3.

Pour le COPINH, il n’a pas été facile de gérer tout ce qui s’est passé cette dernière semaine, et cela ne le sera pas non plus à l’avenir. Néanmoins, l’organisation lenca assure être prête. « Berta nous a appris à lutter pour la vie, peu importe la peur à la mort. C’est cela que nous continuerons de faire ! », a exprimé Tomas Gómez.

Le coup a été dur. Comment le COPINH vit-il ce moment et comment il se réorganise ?

Cela a été un coup dur tant pour le COPINH que pour le peuple lenca et le monde entier. Nous sommes en train de nous réorganiser et recommencer de nouvelles actions. Le COPINH a toujours eu une forte dynamique de lutte et nous allons continuer ainsi, cette fois avec l’impulsion que nous donne le souvenir de notre camarade Berta Cáceres.

Notre lutte pour qu’il n’y ait plus de privatisation des biens communs naturels, et pour que tous ces projets de mort, hydroélectriques et miniers, s’en aillent de nos communautés. Les privatisations et les concessions [minières, hydro-électriques, etc.], ne génèrent que plus de violence, plus d’assassinats et plus de criminalisation de la contestation sociale.

Selon le COPINH, qui est responsable de l’assassinat de Berta ?

Nous savons que l’assassinat de Bertha répond à ces mêmes politiques de privatisation, impulsées par ceux qui sont disposés à accorder plus de concessions et vendre les ressources naturelles de notre pays. Ce sont les mêmes qui pensent qu’en assassinant la camarade Bertha Cáceres la lutte s’achève. Ils se trompent, parce que depuis sa mort nous continuons avec plus de luttes, plus d’actions, et nous allons nous maintenir mobilisés de manière permanente.

Est-ce que vous vous attendiez à cette escalade de violence ?

Notre organisation et Berta elle-même avons souffert des menaces répétées, des attaques, des attentats. Ils nous ont tout fait. Nous n’écartions pas la possibilité qu’ils puissent attenter à la vie de dirigeant·e·s du COPINH et des communautés lencas, comme cela s’était déjà produit à Rio Blanco4, et maintenant avec Berta.

A plusieurs occasions, le COPINH a accompagné les filles de Berta Cáceres, les seules autorisées à parler au nom de la famille, et ensemble vous avez dénoncé plusieurs irrégularités dans le cadre de l’enquête.

Dès le début, ils ont voulu criminaliser et désarticuler le COPINH, en présentant [l’assassinat de Berta] comme un crime passionnel ou le produit de conflits internes à l’organisation. La justice met en place une trame perverse pour accuser les membres du COPINH et ainsi le gouvernement se lave les mains, s’enlève le poids de la pression nationale et internationale.

Quel est l’héritage que laisse Berta ?

L’héritage qu’elle laisse au peuple lenca, au Honduras, au monde, c’est une lutte forte, tenace, pour faire plier ces entreprises nationales et internationales, ces institutions financières qui investissent dans des projets de mort, le financement des États-Unis aux pays du Triangle Nord (Salvador, Guatemala, Honduras) à travers l’Alliance pour la Prospérité, qui génèrent des ressources économiques pour la construction de barrages.

L’héritage que laisse Berta c’est le COPINH et sa capacité à continuer la lutte.

Après l’assassinat de Berta, tu n’a pas peur pour ta vie ?

L’assassinat de notre camarade Berta a dépassé les frontières et a eu un impact dans le monde entier. Néanmoins, la stratégie continue d’être la même : détruire notre organisation, en la divisant, en la criminalisant et lui coupant sa tête.

Après l’assassinat, ils ont essayé de m’impliquer ainsi que d’autres dirigeant·e·s, de nous arrêter, mais ils n’ont pas pu. Donc nous croyons que le prochain pas pourrait être de nous attaquer physiquement.

Je profite de l’occasion pour dénoncer qu’il y a quelques jours 4 hommes fortement armés, habillés en civil, sont venus me chercher à mon domicile. Heureusement je n’y étais pas.

J’ai peur, pourquoi le nier ? Mais je dois aussi poursuivre cette lutte que nous a laissée notre camarade Berta Cáceres. Elle nous disait toujours qu’elle avait peur des menaces de mort qu’elle recevait, mais qu’il fallait continuer la lutte, sans se laisser stopper par la peur de la mort.

Nous allons continuer son héritage.

Les organisations de la société civile appellent à une manifestation nationale pour jeudi et vendredi au Honduras

1 Par Giorgio Trucchi: http://nicaraguaymasespanol.blogspot.com.co/2016/03/honduras-bertha-nos-enseno-luchar-por.html.  Traduction et notes Sabine Masson (observatrice suisse sur place)

2 Allusion au fait que depuis l’assassinat de Berta, dans les mobilisations les gens ont clamé être « tous et toutes Berta » et des portraits d’elle ont surgi partout.

3 Gustavo Castro, seul témoin, était présent lors de l’assassinat de Berta et a été blessé. Il est actuellement retenu par les autorités honduriennes et empêché de sortir du pays.

4 En juillet 2013, des militaires ont ouvert le feu contre une manifestation de paysan·e·s indigènes contre la construction d’un barrage à Rio Blanco, tué un dirigeant lenca de cette communauté, Tomás Garcías, et blessé trois autres personnes.

Historisches Urteil im Fall Sepur Zarco

Gerichtsurteil Sepur Zarco – Ein Zeichen im Namen der Gerechtigkeit für die Frauen von heute, von gestern und von morgen

Wie im letzten Beitrag erwähnt (s. “Ein ereignisreicher Start ins neue Jahr sowie bei ACOGUATE” vom 26. Febr.), haben wir letzten Monat den Gerichtsfall “Sepur Zarco” täglich begleitet, in dem 15 Frauen des Maya Q’eqchi Volks die traurige Wahrheit von täglichen Vergewaltigungen, Sklaverei und ermordeten und entführten Familienmitgliedern ans Tageslicht brachten und von den guatemaltekischen Rechtsbehörden Gerechtigkeit einforderten. Für die Überlebenden waren das Brechen des jahrelangen Schweigens und die Einreichung der Klage ein enormer und beängstigender Schritt: Mit Hilfe psychologischer Betreuung der Organisation ECAP begannen sie nach und nach ihre Vergangenheit zu bewältigen und die oft mit sexueller Gewalt assoziierten Scham- und Schuldgefühle zu überwältigen. So lernten sie, abzugrenzen was ihnen widerfahren war und dass es keineswegs ihre Schuld war. Es blieb nur die Frage einer der Zeuginnen:

“Was sagt das Rechtssystem zu dem, was uns widerfahren ist?”

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La sentenza del caso “Sepur Zarco”

La giustizia è infine arrivata per le donne di Sepur Zarco.

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Il 26 febbraio passato, il Tribunale di Alto Rischio A ha reso il verdetto e condannato l’anziano ausiliare militare Heriberto Valdez Asig e il Luogotenente Colonnello Esteelmer Francisco Reyes Girón a rispettivamente 240 e 120 anni di carcere. Per la prima volta nel mondo, i crimini contro l’umanità sotto forma di violenza sessuale, schiavitù domestica e schiavitù sessuale sono stati giudicati in un tribunale nazionale.

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