Artikel von Mireia Izquierdo Prado, Einsatzkoordinatorin von Peace Watch Switzerland (PWS) in Honduras.
Übersetzt ins Deutsche von Heide Trommer, internationale Menschenrechtsbegleiterin mit PWS.
Tegucigalpa, Honduras, im Februar 2022
Oft wird (vor allem in Europa)angenommen, dass Photovoltaik-, Wind-und Wasserkraftprojekte „saubere Energie“ erzeugen. Tatsächlich aber führen sie sowohl zu negativen Folgen im ökologischen Bereich, der für die Erhaltung der biologischen Vielfalt von grundlegender Bedeutung ist, als auch zu Menschenrechtsverletzungen, unter anderem zur Enteignung von Land und Territorien der dort lebenden Gemeinschaften. Außerdem schränken solche Projekte das Recht auf Zugang zu Wasser ein, wie uns die von PWS begleitete Y.A.berichtet: „In meiner Gemeinde wurde vor mehr als drei Jahren ein Photovoltaik-Park installiert, inzwischen leiden wir unter den Folgen. Wir bekamen große Probleme mit der Wasserversorgung. Inzwischen gibt es nur noch alle acht Tage Wasser. Unsere Wasserbecken sind klein, wir können das Wasser nicht speichern, bis acht Tage später wieder Wasser kommt. Wir dürfen nicht vergessen, dass Wasser eine lebenswichtige Flüssigkeit ist.“
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